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Abstract

<jats:p>Zusammenfassung Die Diagnosen NICO (Neuralgia-Inducing Cavitational Osteonecrosis) und FDOJ (Fatty Degenerative Osteonecrosis of Jawbone) haben sich in der biologischen Zahnmedizin als vermeintlich gesicherte Entitäten verbreitet. Die vorliegende Arbeit dekonstruiert systematisch die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Konzepte und identifiziert sieben zentrale Missverständnisse, die seit über drei Jahrzehnten unkritisch tradiert werden: (1) die terminologische Konfusion zwischen NICO und FDOJ, (2) die Verwechslung von physiologischem Bone Marrow Adipose Tissue (BMAT) mit pathologischer Nekrose – unter besonderer Berücksichtigung der rBMAT/cBMAT-Dichotomie, (3) die biologische Unmöglichkeit einer „statischen Nekrose“ über Jahrzehnte im Kontrast zu echten Kieferosteonekrosen (MRONJ), (4) die Fehlinterpretation erhöhter RANTES/CCL5-Werte durch Nichtberücksichtigung der Oligomer-Monomer-Dichotomie und ELISA-Methodenblindheit, (5) die methodischen Mängel der Lechner-Hypothese zur FDOJ-Brustkrebs-Kausalität, (6) die pseudowissenschaftliche Validierung der Cavitat-Diagnostik und (7) die fehlende Evidenz für chirurgische Interventionen bei gleichzeitig ungelösten ethischen Fragen zum Informed Consent. Es wird argumentiert, dass die unkritische Übernahme dieser Konzepte zu unnötigen invasiven Eingriffen geführt hat und eine Rückkehr zu evidenzbasierter Praxis erfordert.</jats:p>

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Keywords

nico osteonecrosis fdoj dieser konzepte

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