Abstract
<p>Der zunehmende Einsatz von KI in klinischen Entscheidungen bietet starke Instrumente zur Bewältigung gesundheitlicher Herausforderungen, birgt aber auch das Risiko, bestehende Ungleichheiten zu verstärken. Klinische Algorithmen können intersektionale Diskriminierung reproduzieren, die aus dem Zusammenspiel mehrerer geschützter Merkmale entsteht. Während Intersektionalität in der Sozialtheorie etabliert ist, wird sie in Rechtswissenschaft und Informatik noch unzureichend operationalisiert. Dieses Buch entwickelt einen intersektionalen Ansatz für die Entwicklung und Regulierung KI-basierter klinischer Algorithmen, vergleicht EU und USA und schlägt einen Rahmen zur Fairnessbewertung für Forschung, Entwicklung und Regulierung vor.</p>