Abstract
<jats:p>Die Publikation untersucht das emanzipatorische Potenzial von Performancekunst in der (Um-)Gestaltung von Alltagsprozessen – insbesondere im Hinblick auf geschlechts- und rollenbildende Handlungen. Aus der Perspektive einer Performancekünstlerin, jungen Mutter und queeren Frau befasst sie sich künstlerisch mit alltäglichen Grenzerfahrungen, mit körperlicher oder geistiger Erschöpfung in den zugeschriebenen Rollen (Mutter/Frau/Künstlerin) als auch mit Situationen, in denen gesellschaftliche Rollengrenzen spürbar werden. Das Buch geht der Frage nach, wie performative Taktiken zur Reflexion und Veränderung alltäglicher Handlungen anregen können. Performancekunst ist ein Medium, das Räume zur kritischen Auseinandersetzung öffnet und mikrosoziologische Prozesse über normative Grenzen hinweg anstößt. Die Herangehensweise ist autotheoretisch. Im Zentrum steht die Frage, welches transformative Potenzial sich für Performancekunst ergibt, wenn sie im Alltag verortet ist.</jats:p>