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Abstract

<jats:p xml:lang="de">Die Forschung über literarische Mehrsprachigkeit konstatiert im Konzept des Postmigrantischen eine Kehrtwende von der Normalität von Einsprachigkeit hin zu der Gewöhnlichkeit von Mehrsprachigkeit. Diese perspektivische Umkehrung gilt, so die Fachliteratur, nicht allein in Bezug auf die sog. interkulturelle Literatur, oder bei biographisch mehrsprachigen Autor:innen. In meiner Analyse soll der Blick aber auf sog. interkulturelle Autorinnen gelenkt werden, wenn darauf eingegangen wird, wie drei Schriftstellerinnen, die aus dem ungarischen Kontext stammen und als Schweizer Autorinnen bekannt wurden, das literarische Leben der Sprachdifferenzen gestalten. Konzentrieren möchte ich mich in meinem Beitrag darauf, wie ihre Texte im Zusammenhang mit Flucht, Exil, Migration und Interkulturalität auf die Problematik von Sprache, Sprachlernprozesse bzw. Ein- und Mehrsprachigkeit reflektieren. Die Texte weisen zwar eine autobiographische Prägung auf, im Fokus der Analyse stehen jedoch im Zusammenhang mit Migration und Sprachwechsel nicht die lebensweltlichen Faktoren, sondern dezidiert sprachreflexive Poetiken, metapoetische Gesten und somit ein formelles Ensemble monolingualer bzw. mehrsprachiger Textverfahren.</jats:p>

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Keywords

mehrsprachigkeit autorinnen literarische eine nicht

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