Abstract
<jats:p>Die ethnographisch angelegte Studie untersucht die Interaktion von Schüler:innen im Kontext von Schulassistenz an inklusiven Grundschulen und richtet ihren Fokus dabei besonders auf die Aushandlung von Handlungsfähigkeit (Agency). Ausgehend von subjektivierungs- und praxistheoretischen sowie kindheitssoziologischen Bezügen analysiert die Studie, wie sich Schüler:innen in der Auseinandersetzung mit reglementierenden Assistenzpraktiken sowie schulisch-unterrichtlichen Normen als handlungsmächtige Schüler:innen- und Kindersubjekte positionieren. Die Analyse zeigt, dass Möglichkeiten zur Aushandlung von Agency gerade dort entstehen, wo die Schüler:innen durch peerkulturelle Solidarisierung gemeinsame Interaktionsräume schaffen. Angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Schulforschung und Kindheitsforschung leistet die Studie einen Beitrag zu einem sich stetig weiterentwickelnden Diskurs um den Einsatz von Schulassistenz an inklusiven Schulen, in dem die Erfahrungen und Praktiken der Schüler:innen nach wie vor als unterrepräsentiert anzusehen sind. (DIPF/Orig.)</jats:p>