Abstract
<jats:p>Die Fachstelle Inklusion in der Jugendarbeit Brandenburg dokumentiert seit April 2023 die Herausforderungen von Fachkräften bei der Umsetzung inklusiver Ansätze. Der Beitrag zeigt fünf zentrale Problemfelder: die Wahrnehmung von Inklusion als zusätzliche Belastung angesichts knapper Ressourcen, Überforderung durch die Komplexität des Themas, Schwierigkeiten beim Zugang zu jungen Menschen mit Behinderung aufgrund struktureller Sondersysteme, mangelnde Kenntnis über spezifische Bedürfnisse durch gesellschaftliche Segregation sowie Unsicherheiten im Umgang mit ungewohnten Verhaltensweisen. Als Antwort auf diese Herausforderungen wurden drei methodische Ansätze entwickelt: Die "Mini-Indexe" zur niedrigschwelligen Selbstevaluation, die "9 Triggerpunkte für Inklusion", eine Methode, die konstruktive Debatten fördern und gemeinsames Handeln ermöglichen soll sowie das Konzept "Long Term Alliance" zum Aufbau nachhaltiger Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren. Der Beitrag schließt mit einem Fazit zur bisherigen Arbeit und einem Ausblick auf künftige Entwicklungen der Fachstelle. (DIPF/Orig.)</jats:p>