Abstract
<jats:p>Außerunterrichtliche Angebote an Ganztagsschulen gelten als zentrale pädagogische Kontexte zur Förderung und Entwicklung sozialer Kompetenzen von Schüler:innen – doch was kennzeichnet sozial kompetentes Handeln und wie wird es in extracurricularen Angeboten interaktiv hervorgebracht? In der Studie entwickelt die Autorin eine pragmatistisch-interaktionistische Theorierahmung sozial kompetenten Handelns, die sich auf Arbeiten von Dewey und Goffman bezieht. In Kombination mit einer Grounded Theory-basierten Fallstudie zu einer Theater-AG zeigt die Arbeit, wie sozial kompetentes Handeln situativ, kollektiv und normativ ausgehandelt wird. Die Analyse macht sichtbar, unter welchen Bedingungen Teilhabe ermöglicht oder begrenzt wird, und eröffnet Perspektiven für Forschung und pädagogische Praxis im Ganztag.</jats:p>