Abstract
<jats:p>Der gebürtige Russe Boris Krotkoff (in abweichender Schreibweise auch: Krotkow, Krotkov) lebte ab 1918 in Wien, wo er über viele Jahrzehnte als Literatur- und Fachübersetzer, Sprachlehrer und Dolmetscher nicht nur seinen Lebensunterhalt verdiente, sondern sich auch für die Verbreitung russischer Literatur, Kultur und Sprache einsetzte. Die berufliche Entwicklung Krotkoffs lässt sich schon an den kurzen Einträgen in den Wiener Adressbüchern ablesen: 1925 wurde Schauspieler als Beruf angeführt, 1926–1930 Lehrer, ab 1934 Sprachlehrer und ab 1942 "Dolmetsch" und Sprachlehrer beziehungsweise auch "Univ.Lektor f. Russisch". In diesem Beitrag wird er vorrangig als Translator und Translationslehrer beleuchtet.</jats:p>