Abstract
<jats:p>Die Auseinandersetzung mit Gewalt aus einer materialistisch-(queer-)feministischen Perspektive macht deutlich, dass sie in ihren unterschiedlichen Formen mit gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist. Aus dieser Perspektive nimmt es sich das Buch vor, Institutionen, ökonomische Zwänge und Bedingungen, Praktiken sowie Wissensformen sichtbar zu machen, die cis-heteronormative, patriarchale, rassistische, postkoloniale, klassistische, ability-zentrierte gesellschaftliche Strukturen normalisieren und vielfältige Formen vergeschlechtlichter, sexualisierter und normativer Gewalt hervorbringen. Gewalt ist in ihren unterschiedlichen Formen mit gesellschaftlichen Strukturen verwoben. Der Band diskutiert die Formen von Gewalt aus einer materialistisch-(queer-)feministischen Perspektive. Er stellt Analysen von modernen staatlichen Institutionen vor, die Gewalt (re)produzieren und normalisieren, theorisiert aber auch erlittene Gewalt von Überlebenden und stellt widerständige Praktiken gegen Gewalt und deren alltägliches Kontinuum vor. So vereint der Band ein breites Spektrum an theoretischen und empirischen Beiträgen, die auf materialistisch-(queer)feministischen Theorien beruhen. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/</jats:p>